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Das Problem herkömmlicher Venenstauer

Eine wirksame Desinfektion herkömmlicher Venenstauer aus Stoff erfolgt im klinischen Alltag nur sehr selten:

Allein in Deutschland werden täglich über eine Million Blutentnahmen durchgeführt. Dabei kommen sogenannte Stauschläuche, auch Venenstauer genannt, zum Einsatz. Herkömmliche Mehrweg-Venenstauer bestehen in der Regel aus Stoff. Ihre Aufbereitung ist jedoch im klinischen Alltag mit hohem Zeit- und Personalaufwand verbunden und wird daher nur selten konsequent umgesetzt. Das Stoffgewebe sowie der mechanische Plastikverschluss machen eine schnelle und wirksame Reinigung unmöglich.

Die Folge: Krankheitserreger werden von einem Patienten auf den nächsten übertragen. Schon ein einzelner Erreger kann dabei eine Infektion auslösen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder sowie immungeschwächte Patientinnen und Patienten, deren Organismus nicht ausreichend auf "Keime" reagieren kann.
Mehrere Studien zeigen eindeutig: Nahezu alle herkömmlichen Venenstauer sind mit Keimen belastet. Über Abklatschpräparate lassen sich diese zuverlässig kultivieren und nachweisen – darunter auch Staphylococcus aureus, der auf bis zu 77,8 % der untersuchten Venenstauern gefunden wurde.
  • Der alltägliche Gebrauch bei der Blutentnahme ohne ordnungsgemäße Desinfektion führt so unweigerlich zur Keimverschleppung.

Quellen:
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